BRAUNKOHLEGEGNER SETZEN PROTEST IN DER LAUSITZ FORT

Am Samstag haben Gegner der Braunkohleenergie ihren Protest in Brandenburg fortgesetzt. Nach Angaben des Protestbündnisses Ende Gelände brachen am Samstagvormittag  über 2.000 Menschen zu einer Blockade des Kraftwerks Schwarze Pumpe auf. Der Energiekonzern Vattenfall, der den Tagebau in der Lausitz betreibt, stellte Strafanzeige. Das Unternehmen wirft den Protestanten Land- und Hausfriedensbruch, Nötigung und Störung öffentlicher Betriebe vor. Der Pressesprecher von Vattenfall, Thoralf Schirmer, sagte, es kämen möglicherweise noch weitere Straftaten hinzu. Schirmer beklagte, dass die Demonstranten mit ihrer Aktion sich und andere in Gefahr bringen würden. Das unbefugte Betreten eines Tagebaus berge große Risiken, etwa wegen geschütteter Kippen. “Man kann nur hoffen, dass das ohne Schäden für Beteiligte ausgeht.”

Protest.de

Author: Zeit Online

Photo: www.greenpeace.de

Am Samstag haben Gegner der Braunkohleenergie ihren Protest in Brandenburg fortgesetzt. Nach Angaben des Protestbündnisses Ende Gelände brachen am Samstagvormittag  über 2.000 Menschen zu einer Blockade des Kraftwerks Schwarze Pumpe auf. Der Energiekonzern Vattenfall, der den Tagebau in der Lausitz betreibt, stellte Strafanzeige. Das Unternehmen wirft den Protestanten Land- und Hausfriedensbruch, Nötigung und Störung öffentlicher Betriebe vor. Der Pressesprecher von Vattenfall, Thoralf Schirmer, sagte, es kämen möglicherweise noch weitere Straftaten hinzu. Schirmer beklagte, dass die Demonstranten mit ihrer Aktion sich und andere in Gefahr bringen würden. Das unbefugte Betreten eines Tagebaus berge große Risiken, etwa wegen geschütteter Kippen. “Man kann nur hoffen, dass das ohne Schäden für Beteiligte ausgeht.”

Braunkohlegegner haben am Freitag in der Lausitz eine großangelegte Protestaktion begonnen. Mehr als 1.000 Teilnehmer haben nach Polizeiangaben Teile des Tagebaus Welzow-Süd besetzt und damit stillgelegt. Das Protestbündnis Ende Gelände, das zu der Aktion aufgerufen hatte, sprach von mehr als 2.000 Teilnehmern. Die Aktion werde am Pfingstwochenende fortgesetzt, kündigte das Bündnis an: “Jede weitere Tonne Kohle, die aus dem Boden geholt wird, ist eine Tonne zu viel.”

Der rbb berichtete von vier Aktivisten, die eine wichtige Kohlebahnstrecke blockierten, indem sie sich an eine Betonpyramide auf den Gleisen ketteten. Es sei allerdings nicht zu Störungen im Betriebsablauf gekommen, weil der Konzern plangemäß zum Wochenende den Abbau eingestellt habe. Das Gelände werde von der Polizei deshalb zunächst weiter beobachtet, müsse aber nicht geräumt werden.

“Während die Bundesregierung den Kohleausstieg weiter verschleppt, fordern ihn die vielen Menschen hier immer lauter”, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit. Würden die noch vorhandenen Kohlevorräte der Lausitz verfeuert, würde das “bis zu einer Milliarde Tonnen” an klimaschädlichem Kohlendioxid verursachen.

An dem Protest in der Lausitz wollen sich auch Grünen-Politiker aus Brandenburg und Berlin sowie Bundestagsabgeordnete und EU-Parlamentarier der Partei beteiligen. Parallel zu der Blockade veranstaltet das Bündnis ein Klimacamp im nahe gelegenen Ort Proschim.

Der Tagebau Welzow-Süd wird vom schwedischen Energiekonzern Vattenfall betrieben. In dem Tagebau werden jährlich rund 20 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Hauptabnehmer ist das Kraftwerk Schwarze Pumpe.

Vor Kurzem kündigte Vattenfall an, seine gesamte deutsche Braunkohlesparte mit Tagebauen und Kraftwerken an das tschechische Energieunternehmen EPH und den Finanzinvestor PPF Investments zu verkaufen. Der Konzern will sich stärker auf umweltfreundliche Energie ausrichten.

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